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Jan Mohr - Update zum Saisonstart 2019

Update zum Saisonstart 2019

 

Es liegen ereignisreiche Wochen hinter uns! Nun melde ich mich auch wieder einmal mit einem kleinen Zwischenbericht, passend zum baldigen Saisonstart. Starten wir bei meinem „Überraschungseinsatz“ in Valencia vor 3 Wochen:
Doppelsieg bei Schweizer Meisterschaft in Valencia:
Ohne große Pläne reiste ich Mitte April mit meinem Bruder Ken die 1500 km nach Valencia, um für Top Superbike als Instruktor tätig zu sein. Doch bereits am ersten Tag änderte sich alles. Mein letztjähriger Konkurrent und mittlerweile guter Freund Dominic Schmitter kam zu uns in die Box und wollte mit mir sprechen. Dominic fährt 2019 für das Team Hess Racing die Schweizer Meisterschaft. Er teilte mir mit, dass er nicht an den zwei Läufen, die an diesem Wochenende stattfanden, teilnehmen kann. Da kam ich ins Spie. Er traute mir zu, die Rennen zu gewinnen und fragte mich, ob ich ihn ersetzen wolle (Wenn ich gewinne, nehme ich seinen Konkurrenten wichtige Punkte weg). Wir klärten alle Formalitäten ab und zack, war der Deal fix. Ich freute mich wie ein kleines Kind darüber, dass ich doch noch richtig zum Attackieren komme! Wir gingen quasi ohne Test ins Qualifying und dort konnte ich mich auf Startposition 3 einreihen. Es war gleich klar, dass der Sieg über die zwei Yamaha Fahrer vor mir, die im Quai noch über eine Sekunde schneller waren, ging. An Tag zwei konnten wir dann ein paar Tests durchführen und ich konnte mich auf dem neuen Bike einrollen. Schon vor dem ersten Rennen konnte ich im Training die Pole-Zeit unterbieten und war somit bereit für den Kampf!
Rennen 1: Ich kam als Drittplatzierter aus der ersten Kurve. Das erste Mal über Start-Ziel konnte ich mit einem Doppel-Überholmanöver direkt in Führung gehen. Nun nahm ich etwas Tempo heraus, um die Reifen zu schonen und mich für die letzten Runden zu wappnen. Fünf Runden vor Schluss zog ich das Tempo wieder an, doch meine Konkurrenten konnten den Speed mitgehen. Dennoch kontrollierte ich das Rennen von vorne und kam nach 13 Führungsrunden als Sieger über die Ziellinie.
Rennen 2: Diesmal verlor ich eine Position am Start, begann allerdings gleich wieder mit dem Angriff nach vorne. Nach zwei Runden übernahm ich die Führung und zog das Tempo an. Dieses Mal wollte ich die Flucht nach vorne ergreifen. Doch meine Konkurrenten konnten wieder dranbleiben. Ich fuhr jedoch sehr konstant schnelle Zeiten und nach einigen Runden ging doch die Lücke auf. Am Ende überquerte ich die Ziellinie erneut als Sieger mit 6 Sekunden Vorsprung.
So wurde aus einem gemütlichen Wochenende an der Rennstrecke doch noch ein richtig „geiles“ Rennwochenende!

IDM Test, Most (CZ):
Nur gut eine Woche später stand bereits der nächste und finale Test mit meinem IDM Team BCC Racing im tschechischen Most auf dem Programm. Eine neue Strecke für mich, welche im August ebenfalls im Rahmen der IDM befahren wird. Erfreulicher Weise waren ebenfalls das Meister-Team mit dem letztjährigen Champion, sowie Holzhauer Racing mit ihrem Titelkandidat Alessandro Polita zum Test anwesend. Dadurch hatten wir eine ganz genaue Referenz.
Nachdem ich mich relativ schnell an die neue Strecke gewöhnen konnte, gelangen uns bereits am ersten Tag relativ flotte Rundenzeiten. Ich war eine Sekunde hinter dem IDM Meister des Vorjahres und knapp an den anderen beiden Podiumskandidaten dran. An Tag zwei machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Regen -> Sonne -> Regen -> Sonne. So ging das den ganzen Tag und wir konnten nie wirklich testen, da die Strecke halb nass und halb trocken war. Im letzten Turn des Tages konnten wir dann endlich auf trockener Piste rausfahren. Ich verbesserte mich sofort um eine halbe Sekunde. Somit schob ich mich auf der Zeitenliste an Polita vorbei. Der Ukrainer legte allerdings erneut einen drauf und so war ich wieder bei knapp über einer Sekunde Rückstand. Wir hatten aber noch viel vor und wussten, dass noch einiges geht. So starteten wir motiviert in den dritten Tag. Doch dann passierte das große Unglück. In der zweiten Runde drehte sich mein
Vorderrad unglücklich ein und ich kam zu Sturz. Das Bike bekam leider auch ein paar Kratzer ab und so war der Test leider gelaufen. Mein Team machte einen fantastischen Job, und ich konnte sogar am selben Tag nochmal rausfahren. Mehr als ein kurzer Funktionscheck war allerdings nicht drin. Anschließend musste ich zusehen, wie die Konkurrenz zulegte. Ein bitteres Ende, da ich am Schluss doch zwei Sekunden Rückstand auf die Bestzeit hatte.
Jedoch konnten wir die BMW gut weiterentwickeln und es wäre sicher noch einiges möglich gewesen. Auf Podest-Kandidat Alessandro Polita verlor ich (mit einem Tag Rückstand) nur 0,6 Sekunden. Die Zeichen stehen also durchaus positiv! Ich bereite mich aktuell sehr intensiv auf das erste Rennen vor und bin voll motiviert! Nächstes Wochenende beginnt die neue Saison 2019 auf dem Lausitzring.
In diesem Sinne, auf eine erfolgreiche Saison 2019 und vielen Dank für die Unterstützung!

 

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