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5. ADAC Junior Cup Rennen in Assen (NL)

Vom 7.– 9.8. 2015 fand der fünfte Lauf des ADAC Junior Cup auf der WM-Strecke in Assen in den Niederlanden statt. Wir reisten am Donnerstag bei sehr schönem und heißem Wetter an. Bei der Ankunft an der Strecke waren die Temperaturen aber wieder angenehm. Ich besichtigte gleich die Strecke und machte mich mit dem Fahrerlager vertraut. Am nächsten Morgen hatten wir viel Zeit, da unser freies Training erst um 15:20 Uhr begann. Wie bereits am Nürburgring hatten wir hier in Assen ein größeres Starterfeld, da sich uns der niederländische KTM RC 390 Cup anschloss .Ich bereitete mich so gut ich konnte auf die erste Ausfahrt vor und war top motiviert.

Als es endlich los ging musste ich zuerst den neuen Reifen anfahren und dann fuhr ich gleich ein paar schnelle Runden. Allerdings war es das dann auch schon, weil ich durch das große Starterfeld für den Rest des freien Trainings nur noch Verkehr hatte und keine schnelle Runde mehr zusammenbrachte. Es reichte schlussendlich für den 12. Platz im ADAC Junior Cup und den 19. Von 42 Fahrern mit den Gaststartern.

Nach der Fahrerbesprechung und der Streckenbegehung analysierte ich das Training und nahm mir einiges für das Qualifying vor, da ich noch viel Potential sah.

Am Samstagmorgen ging es um 10:00 Uhr mit dem ersten Quali weiter. Wir hatten nach wie vor gutes Wetter und tolle Streckenbedingungen. Als ich aus der Boxengasse fuhr, war mein Plan ab der ersten Runde Vollgas zu geben und gleich gute Zeiten zu fahren. Allerdings wurde ich erneut durch die vielen anderen Fahrer aufgehalten. Da es jetzt um die Startaufstellung ging, ließ ich mich zurückfallen, bis ich genug Platz für eine freie Runde hatte. Diesen Platz nutzte ich dann auch und fuhr nur in dieser Runde über 11/2 Sekunden schneller, als im freien Training. Danach lief ich allerdings gleich wieder auf und konnte nicht mehr frei fahren. Aber ich hatte meine schnelle Runde. Diese reichte für den 8. Platz im ADAC Junior Cup und den 13. Gesamtrang. Damit war ich eigentlich sehr zufrieden, allerdings war mir klar, dass die anderen auch noch nachlegen werden.

Um dieses Problem mit dem Verkehr im zweiten Quali zu verhindern, fuhr ich ganze 15 Minuten zu früh zum Vorstart, um sicher zu sein, dass ich als erster rausfahren kann. Ich konnte dann auch endlich gleich frei fahren und hatte viel Platz. Allerdings dauerte es ein wenig, bis ich wieder ganz schnelle Runden fahren konnte, allerdings brachte ich dann eine sehr schnelle zusammen, in welcher ich erneut um eine halbe Sekunde schneller war. Jetzt war ich höchst motiviert und roch den Braten von einer der aller vordersten Startpositionen. Da dauerte es aber auch nicht mehr lange und ich lag da. Ich wollte zu viel und bin gleich in der ersten Kurve übers Hinterrad abgestiegen. Zum Glück war am Motorrad nicht viel kaputt und ich war auch ok. Allerdings sprang das Bike nicht mehr an und ich musste für den Rest der Session zuschauen. Es reichte am Ende für den 9. Platz im ADAC Junior Cup und den 16. Gesamtrang. Damit konnte ich gut leben, allerdings hatte ich gerade einen super Rhythmus, als ich zu Sturz kam und am Ende fehlten mir nicht einmal sechs Zehntel und ich wär in der ersten Reihe gestanden. Das ärgerte mich natürlich, aber ich war einigermaßen zufrieden.

Am Sonntag mussten wir erneut sehr lange warten, da unser Rennen erst um 15:05 Uhr startete. Ich war top motiviert und freute mich auf das Rennen. Es begann für mich mit einem guten Start, bei dem ich eine Position gut machte und gleich mitten im Kampf um gute Positionen war. Ich begann mit voller Attacke und rutschte fast aus jeder Kurve raus. Es ging ziemlich knapp hin und her und es gab harte Zwei-, Drei-, oder Vierkämpfe. In einer sehr unglücklichen Situation als wir zu dritt nebeneinander auf eine Kurve anbremsten, sprang mir beim runterschalten der Gang raus in ich konnte nicht mehr hart bremsen. Ich berührte dabei einen Konkurrenten, welcher dann zu Sturz kam und mir fuhr einer ins Hinterrad, welcher auch stürzte. Ich kam mit einem komplett verbogenen Kupplungshebel und einer Fahrt durchs Kiesbett aus. Ich konnte weiterfahren, hatte allerdings schon viele Positionen verloren. Ich hatte dann auch keinen guten Rhythmus mehr und war sehr enttäuscht. Ich kam am Ende auf dem 12. Platz im ADAC Junior Cup ins Ziel. Ich war nach dem Rennen sehr enttäuscht und fühlte mich auch schuldig, dass mein Konkurrent gestürzt ist. Allerdings konnte ich auch nicht wirklich viel dafür, weil mir der Gang raussprang.

Im Nachhinein blieb mir nichts anderes übrig, als das Rennen abzuhaken, aus meinem Fehler zu lernen und das Positive aus dem Quali und den ersten Runden mitzunehmen.

Dieses Wochenende 22./23.08. geht es dann auch schon wieder weiter mit zwei Läufen in Oschersleben, wo wir bei der Langstrecken WM zu Gast sind. Ich freue mich sehr darauf und werde versuchen meine Qualifying-Zeiten noch zu steigern und im Rennen noch konstanter zu fahren.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Unterstützung!

Jan #55

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