Jan Mohr - Catagena-Test Februar 2019
Nachdem ich über den Jahreswechsel lange in Spanien trainieren und instruieren konnte, stand nun endlich der erste richtige Test mit einem neuen Team BCC Racing auf dem Programm Nach längerer Zeit zu Hause in Vorarlberg konnte ich endlich wieder auf das Bike steigen und Vollgas geben! Deshalb hieß es nochmals ab nach Cartagena! Bei diesem Test, der insgesamt aus drei Testtagen bestand, konnte ich erstmals das Einsatz Bike für die Saison 2019 um den Kurs prügeln. Nachdem die Rundenzeiten mit dem Trainingsbike bereits schnell waren, erwarteten wir uns sehr viel vom neuen Bike, das mit neuer Elektronik und überarbeitetem Fahrwerk ausgestattet war– die Erwartungshaltung war hoch. Anfangs kehrte jedoch Ernüchterung ein, denn die Umgewöhnung gestaltete sich relativ schwierig und zäh. Das Gefühl passte überhaupt nicht.
„Ich habe einfach keinen Grip!“ „Sobald ich ans Gas gehe, geht das Hinterrad weg“ „Sie pumpt“ „Sie schaukelt sich auf“ „Mmmh so war es nicht wirklich besser“ „Die Traktionskontrolle greift nicht sauber“, der erste Testtag bestand leider zur Gänze aus solchen Aussagen. Nach Tag eins mussten wir leider erkennen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Schritt für Schritt probierten wir verschiedene Abstimmungen am Fahrwerk und der Elektronik aus und am zweiten Tag bekam ich ein deutlich besseres Gefühl für mein Bike – auch die Rundenzeiten bestätigten unseren Fortschritt. Endlich konnte ich die BMW so um den Kurs bewegen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Und endlich konnten wir beim Abendessen breit grinsen. Am dritten und letzten Testtag nahmen wir weitere kleine Adaptierungen vor und gingen auf Zeitenjagt. Da wir mit dem härteren Hinterreifen fuhren, war die 1:35,7 auch ganz anständig. Anschließend machten wir uns an die Übersetzung und probierten einen anderen Reifen aus, allerdings war zu diesem Zeitpunkt der Vorderreifen schon zu abgefahren. Dennoch stimmte letzten Endes das Gefühl und alles in allem war die Stimmung im Lager sehr gut.Abschließend betrachtet war der Test wirklich positiv. Das Bike entwickelte sich von anfänglich „unfahrbar“ zu „ziemlich geil“ am Ende und unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen können wir wirklich zufrieden sein. Jetzt müssen wir unbedingt noch die Elektronik optimieren und ich mich noch mehr auf das Bike einschießen. Dann steht einem erfolgreichen Saisonstart im Mai auf dem Lausitzring nichts mehr im Wege. Das Fitness-Training läuft hervorragend und ich kann den nächsten Ausritt schon gar nicht mehr erwarten!
